Hilfeleistungseinsatz – Amtshilfe für die Wasserschutzpolizei

Datum: 9. September 2018 
Alarmzeit: 11:19 Uhr 
Alarmierungsart: Funkmeldeempfänger, SMS 
Dauer: 2 Stunden 11 Minuten 
Art: Hilfeleistungseinsatz  
Einsatzort: Eltville am Rhein – Rhein Km 514.500 – 516.400 
Fahrzeuge: 2/63 , 2/78  
Weitere Kräfte: Florian Eltville 01 , Florian Eltville 1/19-3 , Florian Eltville 1/78-2 , Florian Eltville 11 , Florian Eltville 3/19 , Florian Eltville 3/78 , Wasserschutzpolizei  


Einsatzbericht:

Ein für illegale Fischerei gespanntes Netz musste durch die Feuerwehren Erbach, Hattenheim und Eltville sowie der Wasserschutzpolizei eingeholt werden.


Pressemitteilung der Polizei vom 09. September:

POL-HBPP: Fischwilderei

Oestrich-Winkel (ots) – Derzeit noch unbekannte Täter brachten vermutlich in den vergangenen drei bis fünf Tagen ein etwa 150 Meter langes und etwa 1,50 Meter breites Fischereinetz im Stillwasserbereich der Mariannenaue (Ortslage Oestrich-Winkel) aus. Das Netz querte den Stillwasserbereich in annähernd seiner gesamten Breite und trieb zwischen 20cm und 100cm unter der Wasseroberfläche. In Teilbereichen trieb es durch im Netz verfangene Fische direkt an der Wasseroberfläche. Durch zur Unterstützung bei der Bergung verständigte Bootsbesatzungen der Freiwilligen Feuerwehren Hattenheim und Erbach konnte das Netz unter erheblichem Aufwand am Sonntagmittag (09.09.2018) geborgen werden. Während der Bergung mussten Teilbereiche der Mariannenaue abgesperrt werden. Im Netz befanden sich etwa 40 tote Fische, meist größerer Art, sowie ein verendeter Kormoran. Diese Kadaver mussten vor Sicherstellung des Netzes entfernt werden. Die Umstände um das Ausbringen des Netzes sind aktuell Gegenstand der Ermittlungen. Es steht noch nicht fest, ob in den vergangenen Tagen Boote über das ausgebrachte Netz fuhren und sich dabei möglicherweise Beschädigungen am Antrieb zuzogen. Ermittlungen wegen Fischwilderei, Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und einem „Gefährlichen Eingriff in den Schiffsverkehr“ sind eingeleitet. Die Wasserschutzpolizei Rüdesheim bittet Zeugen, die in den vergangenen Tagen möglicherweise sachdienliche Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Rufnummer 06722 / 40360 zu melden.